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Bischöfliches Hilfswerk Misereor
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Misereor (Eigenschreibweise misereor bzw. eingetragen als Bischöfliches Hilfswerk Misereor e. V.) (lateinisch misereor âich erbarme michâ) gilt als das weltweit gröĂte katholische Entwicklungshilfswerkcite-ref-2[2] und setzt sich dabei vorrangig fĂŒr die weltweite ArmutsbekĂ€mpfung ein. Das Hilfswerk der römisch-katholischen Kirche in Deutschland hat seinen Sitz in Aachen.
Im Sinne einer zeitgemĂ€Ăen Entwicklungszusammenarbeit auf Augenhöhe konnte Misereor nach dem Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe bis heute ĂŒber 100.000 Projekte im Globalen SĂŒden unterstĂŒtzen. Zentrale Querschnittsthemen fĂŒr die Arbeit von Misereor sind dabei Friedensarbeit und Menschenrechte, Hunger- und ArmutsbekĂ€mpfung, Bildungsarbeit und Gesundheitsschutz, Gleichstellung und Empowerment, Erneuerbare Energien und Klimawandel, Fairer Handel und Ethisches Wirtschaften, Flucht und Migration, ErnĂ€hrungssicherheit und -souverĂ€nitĂ€t, Digitalisierung im Kontext eines sozial-ökologischen Wandels, sozial-ökologisch gerechte Stadtentwicklung sowie Rohstoffwende und Schutz von Natur und LebensrĂ€umen.cite-ref-3[3] Misereor gilt als Pendant zur evangelischen Hilfsorganisation Brot fĂŒr die Welt.
JĂ€hrlich fĂŒhrt Misereor eine Aktion in der Fastenzeit durch, zum Beispiel im Jahr 2025 die Aktion Auf die WĂŒrde. Fertig. Los!, bei der Projekte zur Verbesserung der MenschenwĂŒrde unterstĂŒtzt werden und Misereor in diesem Jahr mit einem Partner in Sri Lanka zusammenarbeitet, um dort die Situation von Menschen zu verbessern, die keinen Zugang zu saubererem Trinkwasser, medizinischer Versorgung, Schulbildung und Ausweisdokumenten haben.cite-ref-4[4]cite-ref-5[5]
Contents
âą Geschichte
âą Projektarbeit
âą Kampagnen
âą Fastenaktionen
âą HungertĂŒcher
âą Weitere Aktionen
âą Organisation
âą Finanzierung
âą Netzwerk
âą Publikationen
âą Weblinks
âą Einzelnachweise
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Geschichte
Bereits der 76. Deutsche Katholikentag in Fulda 1954 hatte die Bildung einer âdeutsche[n] Institution fĂŒr die Ausbildung und Betreuung qualifizierter LaienkrĂ€fteâ in EntwicklungslĂ€ndern empfohlen. Internationale katholische FrauenverbĂ€nde und die internationale Pax Christi Bewegung riefen zur BekĂ€mpfung des Hungers auf; der deutsche Zweig der Pax Christi Bewegung begann in der Bundesrepublik Deutschland systematisch mit der Sammlung von Spenden fĂŒr Hungernde, AussĂ€tzige und Ăberseestudenten. VerbĂ€nde wie KAB (Erzbistum Paderborn), Kolpingsfamilie und BdkJ starteten Aktionen.
In seiner Weihnachtsansprache 1957 bat der Kölner Kardinal Josef Frings im Erzbistum um Spenden fĂŒr das Erzbistum Tokio und deutete an, dass er GröĂeres plane. Auf Initiative von Alfons Erb, VizeprĂ€sident von Pax Christi, bat das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) 1958 die deutschen Bischöfe, in der Fastenzeit 1959 möge eine Aktion gegen Hunger in der Welt durchgefĂŒhrt werden.cite-ref-6[6]
Blatt 1 der fĂŒnfbĂ€ndigen Entstehungsakte fĂŒr das Bischöfliche Hilfswerk Misereor im Archiv der Erzdiözese Köln ist ein Schreiben von Jakob Holl vom 24. April 1958 an den Generalvikar Joseph Teusch. Darin macht er ihn auf einen von ihm geschriebenen Artikel mit der Ăberschrift âHunde haben's bei uns besserâ aufmerksam, der in der Kölner Kirchenzeitung vom Vortag erschienen war. Holl wirbt in dem Artikel dafĂŒr, mehr gegen den Hunger in der Welt zu unternehmen und dafĂŒr neue Organisationsformen zu schaffen. Vorausgegangen war eine dreimonatige Reise Holls von Ende Oktober 1957 bis Anfang Januar 1958 nach Asien, die ihn auch mehrere Wochen zu Mutter Teresa in Kalkutta fĂŒhrte. Er begleitete sie mit seiner Kamera zu Sterbenden und bewunderte ihre Geduld dabei. Wer unter den Hungernden noch essen konnte, bekam von ihr unter dem Blitzlicht von Holls Kamera Milch und Reis. Ein 14-jĂ€hriger Junge starb in den Armen von Holl in der Sterbehalle von Kalighat, der die ihm eingeflöĂte Milch nicht mehr schlucken konnte. Als Holl wieder zu Hause war, ergriff er sofort Initiativen. Ăber das PĂ€pstliche Werk der Glaubensverbreitung in Aachen richtete er ein Postscheckkonto mit dem Stichwort âReis fĂŒr Kalkuttaâ ein und sammelte Spenden. Als sein Bericht in der Kirchenzeitung veröffentlicht wurde, hatte er bereits 75.000 DM gesammelt, die er an Mutter Teresa weiterleitete. In einem Begleitbrief schrieb er ihr:
âAls ich in der Sterbehalle von Kalighat stand, kamen mir spontan die Worte unseres Herrn in den Sinn: Misereor super turbam â mich erbarmt des Volkesâ
â
Bibel, Markus 8.2
Insgesamt erbrachte die Aktion âReis fĂŒr Kalkuttaâ rund eine halbe Million DM.cite-ref-7[7]
Der Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Frings nahm diese Bestrebungen zum Anlass und bat auf der Bischofskonferenz in Fulda im Herbst 1958 um die Einrichtung eines bischöflichen Hilfswerks, der âAktion gegen Hunger und Krankheit in der Weltâ mit der Bezeichnung Misereor super turbam, um in den EntwicklungslĂ€ndern besser Hilfe leisten zu können. Die Bischöfe stimmten dem Vorschlag einhellig zu. Der Name wurde jedoch auf das Wort Misereor verkĂŒrzt. Damit fĂŒhrte die Spur ĂŒber Jakob Holl auch gleichzeitig zu Mutter Teresa.cite-ref-8[8] In der Fastenzeit 1959 wurde die erste Fastenaktion durchgefĂŒhrt, die 34 Millionen Mark erbrachte.cite-ref-9[9] Ein Jahr spĂ€ter zog Misereor in die Aachener MozartstraĂe Nr. 9 ein, wo sie in direkter Nachbarschaft zur Bischöflichen Akademie des Bistums Aachen einen GroĂteil des GebĂ€udetraktes von dem dort seit 1932 ansĂ€ssigen Priesterseminar Aachen ĂŒbernahm.
Arbeitsschwerpunkte
Projektarbeit
Seit der GrĂŒndung im Jahr 1958 wurden ĂŒber 110.000 Projekte in Asien und Ozeanien, Afrika, Lateinamerika und der Karibik unterstĂŒtzt. Jedes Jahr werden etwa 6000 Projektanfragen an die Organisation gestellt. Misereor arbeitet mit den Menschen, die unter Krankheit, Armut oder einer anderen menschlichen Not leiden, um dadurch Gerechtigkeit, Freiheit, Versöhnung und Frieden in der Welt zu fördern. Zentrale Themen in der Projektarbeit sind der Kampf fĂŒr Menschenrechte, fĂŒr jeden Menschen zugĂ€ngliches Trinkwasser, der Kampf gegen AIDS, Klimawandel, die Armut in StĂ€dten oder Genderproblematiken. SchlĂŒsselbereiche der Förderung sind lĂ€ndliche Entwicklung, das Gesundheitswesen, die Berufs- und Erwachsenenbildung, die Kleingewerbeförderung, Selbsthilfewohnbau, Projekte der Sozialarbeit, Frauenförderung, Menschenrechtsarbeit sowie die Schulung örtlicher FĂŒhrungskrĂ€fte.
Misereor arbeitet mit ortsansĂ€ssigen Partnerorganisationen. Projektpartner vor Ort leben mit den Armen und wissen, unter welchen Bedingungen diese leben. Misereor-Partner kommen aus Ortskirchen, Selbsthilfeinitiativen, Kooperativen, Menschenrechtsgruppen und anderen nichtstaatlichen Organisationen. WĂ€hrend der Projektbegleitung bilden der Erfahrungsaustausch und die Auswertung von durchgefĂŒhrten MaĂnahmen einen stetigen Entwicklungsprozess. Des Weiteren will Misereor einen SĂŒd-SĂŒd-Dialog als Grundlage fĂŒr eine zukunftsfĂ€hige Entwicklung verstĂ€rken.cite-ref-10[10]
Ăffentlichkeitsarbeit
Misereor fĂŒhrt Untersuchungen zu den Ursachen von Verarmung, UnterdrĂŒckung und Zerstörung durch und informiert darĂŒber. Um der Entwicklungszusammenarbeit in der Politik und öffentlich den RĂŒcken zu stĂ€rken, betreibt Misereor Lobbyarbeit. Dies bedeutet auch die Beteiligung an internationalen Diskussionen ĂŒber Entwicklungspolitik und Einflussnahme auf den Willensbildungsprozess in der Gesellschaft. Tausende Menschen unterstĂŒtzen die Entwicklungsarbeit von Misereor mit ihrem ganz persönlichen Beitrag. Eine besondere Bedeutung kommt dabei der jĂ€hrlichen Fastenaktion zu.cite-ref-11[11]
Aktionen | Kampagnen
Fastenaktionen
Die jÀhrliche Aktion in der Fastenzeit soll den römisch-katholischen Pfarrgemeinden die Lebenswelt von Menschen nahebringen, die unter Armut und Ungerechtigkeit leiden.
| Aktions-Jahr | Thema [ 12 ] | | | | |
|---|---|---|---|---|---|
| 1989 | Solidarisch in der Einen Welt â Gerechtigkeit und Erbarmen (30 Jahre Misereor ) | | | | |
| 1990 | Gemeinsam handeln â Solidarisch in der Einen Welt | | | | |
| 1991 | Die WĂŒrde des Menschen ist unantastbar | | | | |
| 1992 | 1492â1992 â 500 Jahre Lateinamerika | | | | |
| 1993 | Die Schöpfung bewahren â âŠdamit alle leben können | | | | |
| 1994 | FlĂŒchtlinge â PrĂŒfstein weltweiter SolidaritĂ€t | | | | |
| 1995 | Zeit fĂŒr Versöhnung | | | | |
| 1996 | Jeder Tropfen zÀhlt | | | | |
| 1997 | Brich mit den Hungrigen dein Brot | | | | |
| 1998 | Die Armen zuerst (40 Jahre Misereor) | | | | |
| 1999 | Ich will Kind sein | | | | |
| 2000 | Jetzt ist die Zeit â gemeinsam anders handeln | | | | |
| 2001 | Teilen mit Gewinn | | | | |
| 2002 | Schritte zum Frieden | | | | |
| 2003 | Wem gehört die Welt? | | | | |
| 2004 | Unser tÀgliches Brot gib uns. Heute. | | | | |
| 2005 | Teilen verbindet â gemeinsam gegen Krankheit in der Welt | | | | |
| 2006 | Die FĂŒlle des Lebens teilen | | | | |
| 2007 | Entdecke, was zÀhlt! | | | | |
| 2008 | Mit Zorn und ZĂ€rtlichkeit an der Seite der Armen | | | | |
| 2009 | Gottes Schöpfung bewahren â damit alle leben können | | | | |
| 2010 | Gottes Schöpfung bewahren â damit alle leben können | | | | |
| 2011 | MenschenwĂŒrdig leben. Ăberall! | | | | |
| 2012 | MenschenwĂŒrdig leben. Kindern Zukunft geben | | | | |
| 2013 | Wir haben den Hunger satt! | | | | |
| 2014 | Mut ist zu geben, wenn alle nehmen. | | | | |
| 2015 | Neu denken! VerÀnderung wagen. [ 13 ] | | | | |
| 2016 | Das Recht ströme wie Wasser ( Am 5,24 ) | | | | |
| 2017 | Die Welt ist voller guter Ideen. Lass sie wachsen. | | | | |
| 2018 | Heute schon die Welt verÀndert? | | | | |
| 2019 | Mach was draus: Sei Zukunft! | | | | |
| 2020 | Gib Frieden! | | | | |
| 2021 | Es geht! Anders. | | | | |
| 2022 | Es geht! Gerecht. | | | | |
| 2023 | Frau. Macht. VerĂ€nderung. | 2024 | Interessiert mich die Bohne (nachhaltige Landwirtschaft und gesunde ErnĂ€hrung) | 2025 | Auf die WĂŒrde. Fertig. Los! |
HungertĂŒcher
Ăber den Zeitraum von meist jeweils zwei Jahren steht den Kirchengemeinden in der Fastenzeit ein Hungertuch zur VerfĂŒgung, das zur Meditation und zur Auseinandersetzung mit Themen der Entwicklungsarbeit einlĂ€dt. Die Themen bisheriger HungertĂŒcher waren:cite-ref-14[14]
| Hungertuch Jahr | Motto | KĂŒnstler |
|---|---|---|
| 1976 | Christus im Lebensbaum â Hoffnung fĂŒr alle | Indien |
| 1978 | Ereignisse der Heilsgeschichte | Alemayehu Bizuneh, Ăthiopien |
| 1980 | Hungertuch aus dem Mittelalter | sog. Bruder-Klaus-Meditationsbild , Schweiz (15. Jh.) |
| 1982 | Die Welt der Bibel | Jacques Chéry, Haiti |
| 1984 | Leben â Wasser und Licht | Jyoti Sahi, Indien |
| 1986 | Als Christinnen und Christen auf dem Weg | Frauen und MĂ€nner aus Santiago de Pupuja , Peru |
| 1988 | Vaterunser-Bitten | René Tchebetchou, Kamerun |
| 1990 | Biblische Frauengestalten â Wegweiser zum Reich Gottes | Lucy DâSouza , Indien |
| 1992 | Ein neuer Himmel und eine neue Erde | Adolfo Pérez Esquivel , Argentinien |
| 1994 | Gott begegnen im Fremden | Azariah Mbatha, SĂŒdafrika |
| 1996 | Hoffnung den Ausgegrenzten | Sieger Köder , Deutschland |
| 1998 | Barmherzigkeit und Gerechtigkeit | Bruder-Klaus-Meditationsbild mit Erweiterungen |
| 2000 | Ein Jahr, das Gott gefĂ€llt â Neubeginn und Befreiung | Suryo Indratno, Java |
| 2002 | Augen-Blicke des Friedens | El Loko, Togo |
| 2004 | Brot und Rosen | Frauen aus Lateinamerika |
| 2007 | Selig seid ihr | Li Jinyuan , China |
| 2009 | Gottes Schöpfung bewahren â damit alle leben können | Tony Nwachukwu , Nigeria |
| 2011 | Was ihr dem Geringsten tut | Sokey A. Edorh, Togo |
| 2013 | Wie viele Brote habt ihr? | Ejti Stih, Bolivien |
| 2015/2016 | Gott und Gold â wie viel ist genug? | Dao Zi, China [ 15 ] |
| 2017/2018 | Ich bin, weil du bist | Chidi Kwubiri , Nigeria/Deutschland [ 16 ] |
| 2019/2020 | Mensch, wo bist du? | Uwe Appold , Deutschland |
| 2021/2022 | Du stellst meine FĂŒĂe auf weiten Raum â Die Kraft des Wandels | Lilian Moreno SĂĄnchez, Chile |
| 2023/2024 | Was ist uns heilig? | Emeka Udemba, Nigeria |
| 2025/2026 | Liebe sei Tat | Konstanze Trommer, Deutschland |
Weitere Aktionen
Misereor unterstĂŒtzt oder initiiert u. a. folgende weitere Kampagnen und Aktionen:
⹠Mit zwei Euro die Welt verÀnderncite-ref-17[17]
⹠Demonstration Wir haben es satt!. Die Veranstaltung findet jÀhrlich Anfang Januar in Berlin statt.
âą Faire Woche
âą Kein Patent auf Lebencite-ref-18[18]
âą Miteinander teilen â gemeinsam handeln â Ăkumenisches Projekt: Im Rahmen der Aktion Miteinander Teilen stellen das katholische Hilfswerk Misereor und die evangelische Organisation âBrot fĂŒr die Weltâ monatlich ein konkretes Projekt vor.
âą Nach dem Dammbruch von Brumadinho vom Januar 2019 in Brasilien unterstĂŒtzt Misereor gemeinsam mit der europĂ€ischen Menschenrechtsorganisation ECCHR seit Oktober 2019 fĂŒnf Opferangehörige der Katastrophe im Verfahren vor dem Landgericht MĂŒnchen I gegen das beteiligte Unternehmen TĂV SĂŒd.cite-ref-19[19]
Organisation
GeschĂ€ftsfĂŒhrung
Die ersten drei HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer waren PrĂ€lat Gottfried Dossing (1958â1976), Bischof Leo Schwarz (1976â1982) und PrĂ€lat Norbert Herkenrath (1982â1997). Von 1997 bis 2012 war Josef Sayer HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer, sein Nachfolger Pirmin Spiegel war bis 2024 im Amt. Am 1. Juli 2024 ĂŒbernahm Andreas Frick den Posten des HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrers, welcher zuvor Generalvikar des Bistums Aachen war.cite-ref-20[20] Der GeschĂ€ftsfĂŒhrer fĂŒr die internationale Zusammenarbeit ist Bernd Bornhorst (seit 2021), GeschĂ€ftsfĂŒhrerin fĂŒr Interne Prozesse ist seit 2023 Annette Ptassek.cite-ref-21[21]
Finanzierung
Im Jahr 2018 nahm Misereor insgesamt 232,2 Millionen Euro ein. Neben 59,6 Millionen Euro aus Kollekten und Spenden wurden Misereor 165,5 Millionen Euro aus Mitteln des Bundesministeriums fĂŒr wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) sowie 7,1 Millionen Euro aus kirchlichen Haushaltsmitteln zur VerfĂŒgung gestellt.cite-ref-22[22]
Netzwerk
Mitgliedschaft in Gremien und BĂŒndnissen
Misereor arbeitet mit anderen Institutionen und Organisationen der Zivilgesellschaft in Kooperationen und BĂŒndnissen zusammen:cite-ref-kooperationspartner-23-0[23]
| Organisation | ErlÀuterungen |
|---|---|
| BĂŒndnis Entwicklung Hilft | zusammen mit Brot fĂŒr die Welt, Welthungerhilfe , terre des hommes , medico international , Kindernothilfe , Christoffel-Blindenmission [ 24 ] |
| BĂŒndnis fĂŒr nachhaltige Textilien | |
| CIDSE (Coopération Internationale pour le Développement et la Solidarité) | Allianz 18 katholischer Entwicklungsorganisationen aus Europa und Nordamerika [ 25 ] |
| Initiative Transparente Zivilgesellschaft | Freiwillige Transparenz zivilgesellschaftlicher Akteure |
| Fairtrade Deutschland | Deutsche Siegelorganisation fĂŒr den Fairen Handel [ 26 ] |
| FriEnt (Arbeitsgemeinschaft Frieden und Entwicklung) | Zusammenschluss von staatlichen Organisationen, kirchlichen Hilfswerken, zivilgesellschaftlichen Netzwerken und politischen Stiftungen zur BĂŒndelung fachlicher Kompetenz und Mitgestaltung an politischen Prozessen. |
| Justizia et Pax | Runder Tisch der deutschen katholischen Einrichtungen mit internationalem Bezug |
| Klima-Allianz Deutschland | FĂŒr eine entschlossene Klimapolitik |
| MARMICK | BĂŒndnis der katholischen Werke Missio Aachen + MĂŒnchen , Bischöfliche Aktion Adveniat , Renovabis , Caritas International , Kindermissionswerk und Misereor |
| VENRO (Verband Entwicklungspolitik und HumanitÀre Hilfe deutscher Nichtregierungsorganisationen e. V.) | |
Beteiligungen
Misereor ist MitgrĂŒnderin und seit der GrĂŒndung 1975 Gesellschafterin von GEPA â The Fair Trade Company.cite-ref-27[27] Seit der GrĂŒndung 2011 ist Misereor auch Gesellschafterin der Klima-Kollekte, einem CO2-Kompensationsfonds christlicher Kirchen.
Kooperationen
⹠in der Aktion 2 Euro helfen mit der Kölner A-cappella-Gruppe Wise Guyscite-ref-28[28] und deren Nachfolgeband Alte Bekannte
âą mit AIDA (Verein), AbkĂŒrzung von Arco Iris do Amor, einem gemeinnĂŒtzigen Verein, der armen Menschen in Brasilien, besonders Kindern und Jugendlichen, zu einer besseren Zukunft verhelfen will.cite-ref-29[29]
âą mit Caritas International (fachlicher Austausch, gemeinsame Programmförderung, Strategien zur Partnerförderung und Ăffentlichkeitsarbeit)
âą mit Cameco (Catholic Media Council)
âą mit dem Bund fĂŒr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fĂŒr die Studie ZukunftsfĂ€higes Deutschland (1996), die den Diskurs zur Nachhaltigkeit stark prĂ€gte.
âą mit dem Katholischen Deutschen Frauenbund u. a. bei Solibrot-Aktion
âą mit der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands
âą mit dem Deutschen Richterbund bzgl. dessen Kolumbienhilfe
âą mit der RWTH Aachen: Misereor und Missio bieten hier gemeinsam mit der Hochschule den Master-Studiengang Theologie und Globale Entwicklung an.
âą mit Brot fĂŒr die Welt und dem ZDF im Rahmen der jĂ€hrlichen Spendengala Die schönsten Weihnachts-Hits
âą mit Greenpeace u. a. im Rahmen der Petition Kein Essen in Trog und Tank 2022
Publikationen
⹠frings. Das Misereor-Magazin. (halbjÀhrlich)
âą Herausforderung Hunger â Jahresheft WelternĂ€hrung (jĂ€hrlich)
⹠Misereor-Lehrerforum (vierteljÀhrlich)
Weblinks
Commons
: Misereor
â Sammlung von Bildern
âą Website von Misereor
âą Misereor auf katholisch.de, 16. MĂ€rz 2015.
Einzelnachweise
cite-note-11. Jahresbericht 2022. (PDF) In: misereor.de. Abgerufen am 1. September 2023.
cite-note-22. â Hilfswerke. Abgerufen am 25. Februar 2024.
cite-note-33. â Homepage Misereor
cite-note-44. â Fastenaktion 2025
cite-note-55. â Aktionsfilm Fastenaktion 2025
cite-note-66. â misereor.de: Geschichte
cite-note-77. â Herbert Stahl: Wie Misereor zu seinem Namen kam, in: Rheinisch-Bergischer Kalender 2017, 87. Jahrgang, S. 36ff., ISBN 978-3-87314-499-6
cite-note-88. â Erich LĂ€ufer: Vor 40 Jahren wurde das bischöfliche Hilfswerl Misereor gegrĂŒndet, in: Kirchenzeitung Köln 9/98 vom 27. Februar 1998
cite-note-99. â Rede von Josef Kardinal Frings zur GrĂŒndung von Misereor 1958 abgerufen am 28. Juli 2019
cite-note-1010. â misereor.de
cite-note-1111. â misereor.de
cite-note-122. misereor.de
cite-note-133. Webseite der Misereor-Fastenaktion, abgerufen am 9. Februar 2015
cite-note-1414. â Hungertuch-Galerie@1@2Vorlage:Toter Link/www.misereor.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im MĂ€rz 2025. Suche in Webarchiven)
cite-note-154. Das Misereor-Hungertuch. In: misereor.de. Ehemals im Original (nicht mehr online verfĂŒgbar); abgerufen am 9. Februar 2015.@1@2Vorlage:Toter Link/www.misereor.de (Seite nicht mehr abrufbar. Suche in Webarchiven)
cite-note-165. Die Welt ist voller guter Ideen. In: Domradio.de. 8. Januar 2017, abgerufen am 23. MĂ€rz 2025.
cite-note-1717. â Mit zwei Euro im Monat helfen
cite-note-1818. â Kein Patent auf Leben
cite-note-1919. â Caspar Dohmen: Deutsche StaatsanwĂ€lte ermitteln gegen den TĂV SĂŒd. In: sueddeutsche.de. 15. Februar 2020, abgerufen am 28. Januar 2024.
cite-note-2020. â Katholisches Hilfswerk Misereor bekommt neuen HauptgeschĂ€ftsfĂŒhrer. In: katholisch.de. 22. Februar 2024, abgerufen am 22. Februar 2024.
cite-note-2121. â misereor.de
cite-note-2222. â Jahresbericht 2018. (PDF) In: misereor.de. Abgerufen am 30. MĂ€rz 2020.
cite-note-kooperationspartner-2323. â Kooperationspartner und BĂŒndnisse
cite-note-246. BĂŒndnis Entwicklung Hilft (Memento vom 10. Februar 2016 im Internet Archive) abgerufen am 28. Juli 2019
cite-note-257. Coopération Internationale pour le Développement et la Solidarité: Mitgliedsorganisationen, abgerufen am 13. Januar 2022.
cite-note-268. MISEREOR-Engagement
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